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    Kanupolo

    Einleitung

    Sollten Kanuten und Rugbyspieler mal gewzungen sein, zusammen einen Sport entwickeln zu müssen, würde wohl Kanupolo entstehen. Eine der komplexesten Wassersportarten mit enormen Anspruch an Technik und Athletik der Akteure. Während die meisten Ballsportarten auf eine bereits seit der Kindheit erlernte Fortbewegung zurückgreifen können, muss im Kanupolo nicht nur das Spiel an sich, sondern auch der Umgang mit Boot und Paddel erlernt werden.

    Sobald die ersten Hürden genommen sind, verfällt fast jeder dem attraktiven und extrem anstrengenden Spiel auf dem Wasser. Einen Eindruck was Zuschauer und Interessierte erwartet, vermitteln die Bilder und Videos der Media-Sektion. Bilder sagen an dieser Stelle mehr als 100 Worte.

    Eins noch: Kanuten und Ruderer leben auf Kriegsfuß. Ein Beschreibung des Sports mit „Ruder Handball“ sollte vermieden werden, wenn man im Gespräch nicht die rote Karte sehen möchte.

    Das Regelwerk

    Die Kanupoloregeln werden von der International Canoe Federation festlegt und umfassen ohne Anhänge bereits 84 Seiten (PDF). Während kleinere Nationen wie die Schweiz einfach das internationale Regelwerk verwenden, gibt es in Deutschland eine übersetzte und im feinsten Bürokratendeutsch formulierte Version (PDF) mit Anpassungen an die nationalen Begebenheiten und Spielsysteme.

    Um einen Blick in die unhandlichen digitalen Wälzer zu vermeiden, eine kleine Regelunde mit den wichtigsten Informationen.

    • Das Spielfeld hat eine Größe von 25 x 35 Metern.
    • Die Tore, mit einem Innenmaß von 1 x 1,5 Metern, hängen zwei Meter über der Wasseroberfläche an den schmalen Seiten des Felds.
    • Gespielt wird mit einem Wasserball, der mit der Hand und dem Paddel geworfen und gepasst werden darf.
    • Die Mannschaften bestehen aus bis zu acht Spielern – Mindestens 5 auf dem Feld und bis zu drei in der Auswechselzone.
    • Zur Ausrüstung eines Spielers gehört ein Boot, mit Puffern an Heck und Spitze sowie ein Doppel-Paddel. Aus Schutzgrünen tragen alle Spieler eine Schwimmweste und einen Helm mit Visier.
    • Die reguläre Spielzeit berträgt 2 x 10 Minuten. Sollte der Turniermodus kein Unentschieden erlauben, wird (Achtung deutsch-internationale Verwirrung) in Deutschland entweder mit 2 x 3 Minuten oder 1ein Mal 5 Minuten Verlängerung mit golden Goal gespielt. Bei Torloser Verlängerung kommt es zum Penaltywerfen auf das verteidigte Tor (vergleichbar mit dem Elfemterschießen im Fußball). Im Ausland wird solange eine 5-minütige Overtime gespielt bis das erste Tor fällt.
    • Die andere Form des Penaltys: Wird ein angreifender Spieler in der 6 Meter Zone vor dem gegnerischen Tor (grob) gefoult, kann auf Freiwurf auf das unverteidigte Tor entschieden werden. Aus 6 Metern wirft ein Spieler des gefoulten Teams, während sich die restlichen Spieler beider Mannschaften an der Mittellinie aufstellen müssen.
    • Zwei Schiedsrichter leiten die Begegnung von beiden Spielfeldseiten. Sie haben die Möglichkeit mit Hilfe von direkten Freiwürfen, einer grünen (Verwarnung), einer gelben (2 Minuten Zeitsperre) und einer roten Karte (Spielfeldverweis) die Begegnung zu leiten. Unterstützt werden die Schiedsrichter durch Linienrichter auf Höhe der Seitenauslinie und bis zu 3 Personen am Protokolltisch (Zeitnehmer, Protokollfüher und Shot Clock Assistent).

    Ist das alles?

    Wie so oft kommt es aber gar nicht darauf an, ob man das Regelwerk im Detail kennt. Welcher Nicht-Fußballer weiß schon, dass Abseits durch verlassen des Spielfelds hinter die Torauslinie aufgelöst werden kann? Es geht viel mehr um eine Mischung aus objektiven Fakten und subjektiver Meinung, die das Gefühl vermitteln etwas über den Sport zu wissen. Achso: Abseits gibt es im Kanupolo nicht.

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    Kanupolo

    Wenn Kanuten und Rugbyspieler zusammen eine Sportart entwickeln müssten, würde wohl Kanupolo enstehen. Auf einem 35 mal 25 Meter langen Spielfeld kämpfen zwei Mannschaften á 5 Feldspieler mit nur einem Ziel: In zwei Mal 10 Minuten mehr Tore werfen als der Gegner. Für alle, die mehr über Kanupolo erfahren wollen, lohnt ein Blick in das Polo 1x1, die Media-Sektion oder ein Besuch bei einem der 118 Vereine.

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    Auf POLOSPOR7 [ ˈpoːlospɔːt ] dreht sich alles um Kanupolo - die beste Sportart der Welt. In einem Mix aus Artikeln, News-Bits, Turnierinfos, Ergebnissen und Fotostrecken berichten Sebastian Bonk und Elena Gilles über Kanupolo in Deutschland und der Welt. Folgt POLOSPOR7 bei Twitter oder auf Facebook um nichts in der Kanupolo Welt zu verpassen.